Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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tückiſchem Blicke auf den Grafen Hermann. Ich will nichts mehr von Euch, doch dieſer da kann auch nicht Templer ſein.—

Warum? fragte Robertus und Hermann zugleich, mit gleichem Erſtaunen.—

Stolz und übermüthig ſtellte Wenden ſich feſt vor ſie hin. Nur ebenbürtige Rittersleute dürfen Euren Mantel tragen; der Vater muß ſein ritterlicher Abkunft, die Mutter muß ſein eine Edeldame. Dieſes kühnen Wer⸗ bers Vaters iſt nun freilich Graf Kurt von Roden, hau⸗ ſend auf Leuenrode am Leineſtrom. Wer iſt aber ſeine Mutter? Iſt er ebenbürtig und ehelicher Geburt? Und warum trägt er ſeines Stammes eigentlichen Namen nicht hier im fremden Lande? Fraget ihn ſelbſt darum, Hochwürdiger.—

Hermanns Auge haftete wie verlegen am Boden und wich dem fragenden Blicke des Alten aus. Höhniſch triumphirend ſprach Heinrich fort: Jüngſt war ich noch bei ſeinem jüngern Bruder auf Burg Limmer, als ich durchzog nach Rom. Der gaſtliche Jungherr ſprach nichts Gutes von ihm, und zürnte ob der Vorliebe des alten Herrn zu dem eigendünkeligen Bankert! denn man wußte nie und nirgend von einer erſten ſelig entſchlafenen Ge⸗ mahlin des Grafen Kurt von Roden; aber die Fama erzählte gar Manches von einem früheren Liebesvertrieb deſſelben mit einer jungen Kloſterfrau zu Ganderſen, Roswida genannt, welche ſchöne bibliſche Komödien und Schauſtücke von der Keuſchheit geſchrieben, doch ſelbſt wenig Stück auf dieſe Tugend gehalten, noch nach ihren Worten gethan!—

Bube, und meines Bruders, des Buben, Sihahe⸗ noß, wenn dieſer ſelbſt ſolch verleumderiſch Geträtſch