Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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den Armenkaſten und Pilgrimsſäckel fülle, als erſtes Opfer Deines Gehorſams.—

Eine hohe Röthe übergoß Heinrichs Geſicht. Er ſagte mit ſcheuem Tone: Muß denn der Templer der Menſch⸗ heit entſagen und ihren mächtigen Gefühlen? Ich bin

ehelos, und werde es bleiben; aber die Sarazenin iſt

mir lieb geworden— wie eine Schweſter! ſetzte er ſtam⸗ melnd hinzu.—

Liefere die Ungläubige aus! fiel der Meiſter ein mit erhobenerem Tone, oder wir ſind geſchieden für immer. Nur der Sieg über die Leidenſchaft iſt des Templers Arbeit und ſein Triumph!—

Vater, bat Heinrich mit dem Ausdrucke der heftigſten Neigung, ich weiß, auch unter Deinen Tempelherren ſind ſchwache Menſchenkinder; laß mir die holde Sarazenin! Ich will opfern dafür mehr, als ihr Löſegeld ſein kann. Mein Vater Riddag bauete das reiche Kloſter Riddags⸗ hauſen bei Brunsvik; ein ſchöneres Kloſter will ich hier im Lande erbauen, dem heiligen Sebaſtian geweiht. Laß mir die liebliche Zittah; nur bis wir nach Jeruſalem ziehen, laß ſie mir!—

Zornig trat der Meiſter einen ſchweren Schritt näher und erhob die Rechte wie zurückſtoßend. Menſch, geh' in die Welt zurück, der Du angehörſt, ſprach er unwillig, Du kannſt nie Templer ſein! Trage das Flammenkreuz der Leidenſchaft, denn was Du ſprachſt, war nicht das Sehnſuchtswort verzeihlicher Herzenstriebe, es war die ſündige Stimme thieriſcher Begier, und ſolche darf nie an der Schwelle unſerer Hallen ertönen, denn das Waſſer unſerer Weisheitstaufe würde ſchmutzig werden durch ſie.—

Gut dann! ſagte Ritter Wenden erbost und mit

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