Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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gion der Grund und die Feſte der reinen Moral, daß der wahre Gottesdienſt die wahre Menſchenliebe, daß das beſte Opfer, welches man dem Vater der Völker darbringen könne, der Anblick eines freien, frommen und glücklichen Volkes ſei, wo Alle gleiche Rechte und gleiche Gelegenheit haben, ſich die höchſte Menſchen⸗ würde, das höchſte Menſchenglück zu erwerben, ſo all⸗ gemein in Wort und Handlungen ausgeſprochen wor⸗ den und wird noch jetzt ſo ausgeſprochen.

Dieſes Bewußtſein iſt der Schwerpunct der neuen Weltbildung in den nordamericaniſchen Staaten. Alles Andere, ſei es Staatskunſt, materielle Entwicklung, Wiſſenſchaft oder ſchöne Kunſt, iſt ihm untergeordnet und muß ihm freiwillig oder unfreiwillig Gehorſam leiſten. Es ſind da verſchiedene Corps mit verſchiede⸗ nen Anführern und vielen Namen, aber Einer iſt der commandirende Chef, dem Alle gehorchen und fol⸗ gen müſſen, und dieſer iſt der große Menſch, der Menſch in ſeiner höchſten perſönlichen und geſellſchaft⸗ lichen Entwicklung. Seine Idee iſt der leitende Ge⸗ danke, dem Alles und Alle dienen müſſen. Dieſer iſt es, der in jedem einzelnen Menſchen und in der gan⸗ zen Geſellſchaft verwirklicht werden ſoll.

Die Bibel und die Werkzeuge der Arbeit hatten die Pilger aus Europa nach der neuen Welt mitge⸗ bracht. Man könnte ſagen, daß beide noch heutzutage die Großmächte in der neuen Weltbildung ſeien. Das religiös⸗geiſtige Leben entwickelt ſich in gleichem Ver⸗ hältniß mit dem materiellen Gedeihen. Der Menſch und die Menſchheit werden vor allen Dingen in ihrem himmliſchen und ihrem einfach irdiſchen Verhältniß be⸗ trachtet und gefördert. Alles Andere iſt Nebenſache.

Das geiſtige Leben muß hier ganz beſonders im Kirchlichen betrachtet werden und in Demjenigen, was davon ausgeht.

In Europa wirft man Nordamerika gewöhnlich

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