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noch niedergedrückt von einer Migräne, welche die gei⸗ ſtige und leibliche Ueberanſtrengung mir zugezogen hat. Ehe ich von Downing ſchied, verbrachten wir einen Tag zuſammen in Weſtpoint. Eine herrliche Ausſicht, aber der Tag drückend heiß und ohne Luft. Die Se— gel glitten auf Hudſons ſpiegelglatter Fläche, ich weiß nicht von welcher Kraſt getrieben, denn Wind war es nicht. An der Table d'hote Mittags ſaßen vor uns ein paar kleine, magere, ſchmächtige, blaßgelbe Mädchen allein und tranken Wein und aßen von allen Le⸗ ckerbiſſen, wie wenn ſie große Lente geweſen wären. Dieß entging Downings ernſtem mißbilligendem Blicke nicht. Er ſagte zu mir:„Dieß iſt eines der Verhält⸗ niſſe, von denen ich wünſche, daß Sie darauf aufmerk⸗ ſam machen.“ Manthut in dieſem Lande ſo viel für die Kinder, man betrachtet ſie beinahe als heilige Weſen, und gleichwohl verderbt man die Kindheit durch weich⸗ liche Vernachläßigung.
„Dieß müſſen Sie Ihrer Schweſter Agathe von mir bringen,“ ſagte D., indem er mir einen großen, ſchönen Kupferſtich von der Ausſicht in Weſtpoint gab. Sein letz⸗ tes Geſchenkfür mich waren Bartletts koſtbares Werk Ame- rican scenery(Americaniſche Landſchaft) und Miß Coo⸗ pers„ländliche Stunden.“ Dieß war in New⸗York. Im Aſtorhauſe, wo wir einander zum erſten Male getroffen hatten, trennten wir uns.—— Ich fühle, daß es für immer iſt auf Erden. Marcus Spring, ſehr blaß von der Hitze, aber ſtets freundlich und ſorgſam, kam im Wagen, um mich nach ſeiner Wohnung abzuholen.
Jetzt iſt es ſpät am Abend, mein letzter Abend in der neuen Welt. Die Hitze iſt entſetzlich; die Nächte bringen keine Kühlung. Die Leute ſehen aus, als wären ſie mehlig im Geſicht. Alle leiden an Huſten. Ich begreife nicht, wie ich bis morgen reiſefertig wer⸗ den ſoll. Gute Nacht! Bald werde ich Schweden wie⸗ derſehen. Ach, wenn ich dann, wie bei meiner Rück⸗
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