501
ihren Land⸗ und Luſthäuſern das Schöne mit dem Bequemen zu vereinigen wünſchen. Downings Wir⸗ kungskreis und Correſpondenz iſt gegenwärtig unglaub⸗ lich groß und erſtreckt ſich über die ganze Union. Gleichwohl beſorgt er Alles ſo leicht, ſo con amore, wie Jenuy Lind zu ſingen ſcheint. Aber was mich beſonders erfreut, das iſt die Richtung, die ſeine lite⸗ rariſche Thätigkeit genommen hat. Ich habe ihm zu⸗
weilen halb im Scherz, halb im Ernſt vorgeworfen,“
daß er in ſeiner verſchönernden Thätigkeit excluſiver und ariſtokratiſcher ſei, als es einem rechtſchaffenen Republicaner anſtehe. Und wir haben darüber ver⸗ ſchiedenes freundſchaftliches Gezänke mit einander ge⸗ habt. Man kann auch an Downings von Natur fei⸗ nem Weſen wohl ſehen, daß es ihm ſchwer ſein muß, ſich mit gewiſſen Grobheiten und Unmanierlichkeiten auszuſöhnen, die ſich bei einem Volk vorfinden müſſen, wo Alle gleiche Rechte beſitzen und ſich als gleich gut betrachten, ehe ſie noch den innern und äußern Bil⸗ dungsgrad gewonnen haben, welcher allein die Gleich⸗ heit natürlich und das Gleichheitsleben angenehm macht. Er ſchien mir auch in ſeiner Stimmung gegenüber dieſer Volksclaſſe allzu rückhaltend und indifferent da⸗ zuſtehen. Aber ſo dürfte er als chriſtlicher Republi⸗ caner nicht bleiben. Deshalb habe ich auch mit herzli⸗ cher Freude jetzt einen Leitartikel von ihm über den New⸗ Yorker Park in der letzten Nummer ſeiner Monatſchrift, the hortieulturist, gelefen, einen Artikel, worin er einen höhern Standpunct einnimmt, als er bisher innege⸗ habt. Du, meine Agathe, mußt mit mir auch einige Worte von ihm leſen, denn ſie verdienen geleſen zu werden und die letzten zu ſein, die ich von der neuen Welt aus citire. Ich laſſe Downing reden:
„Wir haben noch Nichts über den ſocialen Ein⸗ fluß eines ſolchen großen Parkes für New⸗York ge⸗


