Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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jahrsgeſchenke von guten neuen Freunden, welche mir Sommer im Zimmer und im Herzen gegeben haben. Ich habe Sonne genug in dieſem neuen Jahr, ja ſogar ein wenig übrig, wenn Jemand davon haben wollte.

Aber ich muß Dir jetzt ein wenig vom Buſh⸗ kitu erzählen. Buſfhkitu iſt ein Feſt, das von den Indianern am Miſſiſippi in dieſen ſüdlichen Gegenden jährlich gefeiert wurde, als die Europäer zum erſten Mal da eindrangen. Es ſcheint mir das merkwür⸗ digſte unter den Feſten der nordamerikaniſchen Indianer zu ſein und dürfte auch auf die Neujahrsfeier der weißen Race, welche jetzt die Erde der rothen einge⸗ nommen hat, Etwas von ſeiner geiſtigen Bedeutung übertragen haben.

Die Buſhkitufeier fiel auf den Schluß des Jahrs und währte acht Tage. Jeder Tag hatte ſeine be⸗ ſondere Ceremonie. Aber die Hauptzüge bei allen Ceremonien waren Faſten, Reinigungen und Selbſt⸗ betrachtungen. Es heißt nämlich mitunter in den Er⸗ zählungen davon: An dieſem Tag(am 3., 5. und 7., wenn ich mich recht erinnere) ſitzen die Männer ſtill auf dem Markte. Die Reinigungen waren Waſchungen, bei welchen die Aſche eine Hauptrolle ſpielt, und das kommt mir merkwürdig vor, daß dieſe Aſche den Krie⸗ gern von jungen Mädchen gebracht werden mußte, die noch halbe Kinder waren. Auch die Speiſe, die ſie zwiſchen das Faſten hinein genießen durften, mußte ihnen von dieſen Kinderhänden gereicht werden. Die Männer(denn die Weiber werden nicht genannt) hatten auch nächtliche Tänze beim Scheine des Feners, wobei ſie ſich mit dem warmen Waſſer wuſchen, in welchem ſie gewiſſe Kräuter und Wurzeln kochten, die wohl⸗ thuende Kräfte in ſich ſchloſſen. Der Tanz der ſechs⸗ ten Nacht ſcheint am meiſten ſymboliſch und der be⸗ deutungsvollſte zu ſein. Am ſiebenten Tag ſitzen die Männer wieder ſchweigend auf dem Markte. Der achte