Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
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und iſt es noch bis zu dieſer Stunde nicht. Aber Gott weiß, wie es kommt, daß die armen Leute dennoch einige Sagen von dem Erlöſer erfahren haben. Und Sie machen ſich keinen Begriff davon, mit welcher Be⸗ gierde ſie jedem Wort darüber lauſchen Ich kenne jetzt einige Plantagen, auf welchen man den Sklaven einen ordentlichen Unterricht im Chriſtenthum ertheilt. Dieß wird wohl wahrſcheinlich auch um ſich greifen und eine Veränderung zwiſchen dem Sklaven und Herrn herbeiführen.

Die Zeit iſt vielleicht nicht mehr fern, wo die öffentliche Meinung ein wirklicher Schutz für den Skla⸗ ven wird, und zwar in höherem Grad, als das Geſetz es je werden kann.

Man wird auch um ſeiner eigenen Sicherheit wegen zu größerer Gerechtigkeit und Milde genöthigt. Ich habe Zeiten hier gekannt, wo kein Plantagen⸗ beſitzer hier eine ruhige Nacht hatte, wo Keiner ſich zu Bette legte, ohne ſcharf geladene Piſtolen neben ſich zu haben.

Wollte man die Sklaven mit Verſtand und Billig⸗ keit behandeln, man würde ſtaunen über den Erfolg dieſer Methode. Die Neger haben ein äußerſt em⸗ pfängliches Gemüth für Güte und Gerechtigkeit. Sie ſind gerne geneigt, einer wirklichen Ueberlegenheit ſich zu unterwerfen. Wollte der weiße Mann eines ſolchen Mittels ſich bedienen, ſo könnte er den Neger ohne einen einzigen Peitſchenhieb beherrſchen oder wenig⸗ ſtens für ſich arbeiten laſſen.

Ich habe auf meiner Plantage niemals die Peitſche gebraucht, um zur Arbeit anzutreiben. Ich bedurfte ihrer nicht. Gerechtigkeit, Ordnung, Billigkeit gegen die Neger genügten, um ſie zu tüchtiger Arbeit zu ver⸗ anlaſſen. Ich habe die Peitſche(und auf einer Plan⸗ tage kann man die Peitſche für die Neger in ihrem gegenwärtigen noch gänzlich ungebildeten Zuſtand nicht