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rauſch draußen auf der Piazza im Hintertheil des Schiffs, die liebliche Luft und die ſüdliche Landſchaft trinkend, wonneſchauernd in dem entzückenden Anblick von Himmel und Erde, ſowie in der unbeſchreiblich weichen, milden Athmoſphäre, welche die Räume zwi⸗ ſchen ihnen erfüllte.
Es war Mittagszeit. Immer lieblicher wurde die Luft, immer lebhafter das Schanſpiel an den Ufern. Karawanen von ſchwarzen Männern und Weibern ſah man von den Plantagehöfen her auf die Ackerfelder hinausreiten. Nach den Reitenden kamen ein Paar Busies, kleine Kabriolets, worin vermuthlich die Auf⸗ ſeher und der Herr ſaßen. Ich betrachtete das Schau⸗ ſpiel in der philanthropiſchen Gemüthsſtimmung, wo⸗ rin man, um ſich ſelbſt bei guter Laune zu erhalten, von allen Menſchen das Beſte glaubt und alle Dinge und Zuſtände von der Sonnenſeite zu ſehen ſucht.
Ein paar Stunden ſpäter ſaß ich noch auf der Piazza hinten im Schiff und trank dieſelbe milde zau⸗ beriſche Luft, ſah daſſelbe Schauſpiel ſüdländiſcher Schönheit, aber betrachtete es jetzt mit einem Herzen voll von Bitterkeit. Ja, denn vor meinen Augen hatte ſich ein nächtliches Gemälde aufgerollt, ein Ge⸗ mälde, das ſtets gleich einem Geſpenſt der Hölle zwi⸗ ſchen mich und die Erinnerung an den freundlichen Schleier treten wird, der eine Weile meine Augen be⸗ zauberte und verdunkelte.
Ich ſaß da und betrachtete das ſchöne Schauſpiel, wie man eine Theaterſcene betrachtet. Ich erfreute mich mit kindlichem Gemüth an den Decorationen. Da kam mein neuer Freund, der Plantagenbeſitzer, und ſetzte ſich auf einen Lehnſtuhl neben dem meinigen auf der Piazza. Wir ſprachen einige Worte von der Lieblich⸗ keit der Luft, die ihm eben ſo viel Freude machte wie mir, dann ſaßen wir ſtill da und betrachteten den Auf⸗ tritt an dem Ufer. Wir ſahen die Karawanen der


