Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

de m n8 nd h, nd h⸗ en

is f ie t,

le

*

n m d ht

le ie

e⸗ 12 e t

r rt

501

erzählen, die ich an Bord gemacht habe. Zuerſt nenne ich zwei junge Schweſtern aus Vermont, wahre Ro⸗ ſenknoſpen in Bezug auf ihre äußere Erſcheinung und Seelen vom reinſten Kryſtall, ächte Töchter Neueng⸗ lands, auch darin, daß ſie zu Hauſe gemächlich leben könnten, aber es vorziehen, als Lehrerinnen ihr Brod und ihre ſelbſtſtändige Exiſtenz zu erwerben. Du wür⸗ deſt über ſie entzückt ſein, wie ich es bin. Die älteſte Schweſter iſt fünfundzwanzig Jahre alt und ſteht im Begriff, die Leitung eines Frauenzimmerſeminars im Miſſiſippiſtaat zu übernehmen. Die jüngere zählt erſt ſiebzehn Jahre und will als Schülerin in die Erzieh⸗ ungsanſtalt treten, wo die Schweſter Oberlehrerin ſein wird. Beide ſind allerliebſt, Beide haben ihre Lieblingsbrüder, von denen ſie nicht genug Liebes und Gutes erzählen können und deren Porträts ſie mir ge⸗ zeigt haben. Ihre Eltern ſind geſtorben. Hier auf dem Schiff ſind ſie auf eigene Fauſt. Sie ſtehen zu⸗ weilen mit einander auf der Piazza und ſingen lieb⸗ liche Duette.

Die älteſte gehört zum ſchönſten Typus der jungen Lehrerin der neuen Welt, dieſer jungen Frau, die, obſchon fein und ſchmächtig von Geſtalt und mit allen weiblichen Reizen begabt, feſter auf ihrem Boden ſteht, als die Alpen und Pyramiden der Erde; die den Euklid und die Algebra ſo gut als ir⸗ gend ein Magiſter im Kopf trägt und die es beſſer als irgend ein Magiſter verſteht, eine Schule von unbän⸗ digen Jungen im Zaume zu halten.Oh, I love to rule little boys!(Oh, ich liebe es, kleine Jungen zu bändigen!) ſagte Miß G. mit einem Lächeln, das in ſeiner Lieblichkeit viel ſchalkhaftes Machtbewußtſein hatte. Und mit dieſer Macht der Güte und ſchönen Weiblichkeit zieht ſie ruhig dahin, um ihren Beruf als Lehrerin zu übernehmen, aber nicht blos als Lehrerin,