Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
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und Abends genieße ich die Geſellſchaft einiger ange⸗

nehmen Reiſegefährten an Bord. Wenn die Stunde der Mahlzeiten kommt, ſteht immer Mr. Harriſon im Salon bereit, mich zu Tiſche zu führen, und Morgens reicht er mir mit brüderlicher Herzlichkeit ſeine Hand zum Frühgruß. Er ſetzt ſich neben mich zu Tiſch, nennt mir die Gerichte, ſagt, was ich eſſen ſoll, und hat immer Recht, er iſt in jeder Beziehung gemüth⸗ lich und angenehm; er erinnert mich in ſeinem Weſen oft an unſern Kapitän G. und hat auch die Aehnlich⸗ keit mit ihm, daß er trotz einer ſehr ſchönen Doſis von geſundem Verſtand und Geiſt ſeinen eigenen Kopf als minder gut ausgeſtattet zu verläumden pflegt. Wie es mit ſeinen Kenntniſſen beſtellt iſt, weiß ich nicht, aber das weiß ich, daß ſtarke praktiſche Naturen, wie die ſeinige, wenn ſie ein warmes Herz und eine edle Denkungsart damit verbinden, auf mich überaus be⸗ ruhigend und zugleich erfriſchend einwirken. Einen Mann, der von ſeinem ſelbſterworbenen Reichthum ſeinem Vater und ſeiner Schweſter ein Haus kauft und ausſtattet, möchte ich zum Bruder haben; aber nicht juſt um des Hauſes willen.

Die Thiere über und unter uns beluſtigen mich gleichfalls mit Ausnahme der Schweine, die ich alle zuſammen in dem Miſſiſippi ertränken möchte, denn ſie ſchicken widerwärtige Dünſte mitunter bis zu unſerer Piazza herauf. Die mannigfaltigen Töne dieſes Ge⸗ thiers ſind aus der Entfernung nicht unangenehm zu hören und die Beſtien ſehen ſo behaglich und wohlhä⸗ big aus, daß ich gewöhnlich einmal des Tags eine Runde mache, um ſie zu begrüßen. Die Ochſen ſind ſo fett, daß ſie kaum aufſtehen können, wenn ſie ſich gelegt haben, und ſie müſſen Morgens mittelſt tüchtiger Liebkoſungen mit der Peitſche dazu aufgefordert werden.

Ich muß Dir von ein Paar neuen Bekanntſchaften