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hatten. Sie waren nackter als die Eingebornen; ſie litten von Hunger und Kätte.
Aber mit der Noth wuchs auch Sotos Stolz und Hartnäckigkeit. Sollte er, der die Schätze der Welt zu erobern verſprochen hatte, mit halbnackten von Allem entblößten Leuten zurückkehren?
Er ließ den Gefangenen die Ketten abnehmen, er ſchmiedete neue Waffen, er kleidete ſeine Leute in Thierfelle und Epheuteppiche und er drang weiter weſt⸗ wärts, das Goldland zu ſuchen.
Sieben Tage lang wanderten ſie durch Wildniſſe von Wäldern und Moräſten. So kamen ſie zu india⸗ niſchen Dörfern am Miſſiſippiufer.
Ferdinand von Soto war der erſte Europäer, der den gewaltigen Fluß ſah.
Der Verlauf von drei Jahrhunderten hat den Charakter deſſelben nicht verändert. Er wird als breit und trübe geſchildert mit ſtarker Strömung und einer Menge von Baumſtämmen, die den Fluß hinab⸗ ſchwammen.
Im Mai 1541 begaben ſich die Spanier auf großen Barken, die ſie ſelbſt gezimmert hatten, über den Fluß. Soto drang in Arkanſas ein. Hier wurden die Spanier von den Einwohnern als Kinder der Sonne begrüßt und man führte Blinde zu ihnen, da⸗ mit ſie durch die Söhne des Lichtes der Sehkraft theil⸗ haftig werden möchten.
„Betet nur zu Gott, der im Himmel wohnt,“ antwortete Soto,„und er wird euch beſcheeren, was ihr bedürfet.“
Seinem dunkeln Drange folgend, begab ſich Fer⸗ dinand von Soto tiefer nordweſtlich ins Land hinein und gelangte bis ins Hochland des weißen Fluſſes, 200 Meilen weſtlich vom Miſſiſippi. Aber die Berge hier hatten weder Gold noch Edelſtein.
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