Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
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Ueberall wohin ſie in der Wildniß drangen, wurde die katholiſche Meſſe in der ſtrengſten Form und mit der größten Pracht aufgeführt; überall aber begiengen ſie auch übermüthige und grauſame Thaten gegen die Einwohner des Landes. Im Lager fröhnten ſie mit wahrer Wuth der Leidenſchaft des Spiels.

Die weſtwärts gerichtete Expedition des erſten Jah⸗ res führte ſie nach Georgien, damals noch gleich dem ganzen unbeſtimmten ſüdöſtlichen Feſtlande Florida ge⸗ nannt. Der Marſch war beſchwerlich, oft gefährlich durch die Feindſeligkeit der Indianer. Sie fanden Mais im Ueberfluß, aber kein Gold und keine Städte, ſon⸗ dern blos unanſehnliche Indianerdörfer. Und die In⸗ dianer wußten kein Land anzugeben, wo Gold zu fin⸗ den wäre. Einige aus der Schaar verlangten, ihr Anführer ſolle umkehren. Aber er antwortete:

„Ich werde nicht umkehren, bevor ich mich mit meinen eigenen Augen von der Armuth des Landes überzeugt habe.“

Und er ließ die Indianer, von denen er glaubte, ſie haben ihn abſichtlich auf falſche Spuren geführt, ver⸗ brennen oder verſtümmeln.

Dadurch erſchreckt gaben andere gefangene Einge⸗ borene zu verſtehen, daß weiter nordweſtlich Gold zu finden ſei.

Und Soto und ſeine Mannen wanderten weiter, überall verheerend und plündernd.

Die Expedition des zweiten Jahres führte ſie in die Hochlande Georgiens, wo ſie die friedlichen ſanften Cherokeeindianer trafen. Ein Theil von Sotos Leuten wollte ſich in dieſen ſchönen Gegenden niederlaſſen, das Feld beſtellen und das Gute genießen, das die Erde ihnen geben würde.

Aber Soto hatte Spanien Gold und große Städte verheißen. Der ſtolze Spanier wollte nicht ruhen, be⸗ vor er dieſe gefunden hätte. Er war ein hartnäckiger,

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