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einmal ward es hell in ſeinem Innern; alle Wolken, alle Zweifel flohen, er fühlte ſich durchſtrahlt, empor⸗ gehoben von einer unendlichen Gewißheit und einer unausſprechlichen Freude. it
Und das Licht und die Gewißheit, welche ſeine Seele beleuchtet hatten, welche durch ſeine eigene innere Erfahrung darin aufgegangen waren, ſprachen alſo:
„Es findet ſich bei allen Menſchen ein inneres Licht, das die Offenbarung Gottes im Menſchen iſt, eine innere Stimme, welche von der Wahrheit zeugt und Gottes Stimme iſt und ſie in alle Wahrheit leitet. um Wahrheit zu finden, braucht ſich der Menſch blos aufmerkſam zu dieſem innern Lichte zu wenden, auf dieſe innere Stimme zu hören.“
„Das innere Licht!“ Die innere Stimme ge⸗ bot ihm hinauszugehen und dieſe Botſchaft dem Men⸗ ſchengeſchlecht zu verkünden. Sie gebot ihm auch in die Kirche zu gehen und mitten unter dem Gottesdienſt den Prieſtern entgegenzurufen:„Die Schrift iſt nicht die Richtſchnur, ſondern der Geiſt, welcher in der Schrift iſt.“ Sie gebot ihm gegen die„heuchleriſchen Diener der Religion“ als gegen Wölfe in Schafskleidern auf⸗ zutreten.
Ich will Dir nicht von den Verfolgungen gegen den Mann erzählen, der ſich wider alten Glauben und alte Sitten auflehnte, von den Steinen, die nach dem Mann geſchleudert wurden, der mit des Geiſtes Kraft die Steinmauer der Kirche erbeben machte, obſchon nichts intereſſanter wäre, als dieſem göttlich Beſeſſenen zu folgen, ihn aus Mißhandlungen, Gefangenſchaft, Todesgefahr immer mit dem gleichen Muth, immer noch ſtärker, beſtimmter und mit brennenderem Eiſer hervorgehen zu ſehen, die Schaar ſeiner Anhänger zu⸗ nehmen zu ſehen, trunken von den Fluthen des innern Lichtes, während ein Theil der Diener der Staatskirche ſich fürchtet und bebt, wenn es heißt:„Der Mann in


