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verwüſten, welches der Pflicht und der Arbeit geweiht iſt. Es ſind nur die ſchwachen, nur die unedlen Naturen unter unſerem Geſchlechte, welche im Leben und in den Romanen dieſe ewige Komödie vom unverſtandenen und getäuſchten Herzen aufführen.
Wohl ſind die Täuſchungen des Herzens in Wahrheit die
ſchmerzlichſten Zugaben des weiblichen Lebens, aber ſie dürfen es nicht zu Grunde richten.
Ja, die Liebe iſt die Grundlage unſeres Weſens und macht uns groß und herrlich, aber die Liebe iſt unermeßlich und nicht immer dem einen Manne nur ſoll dieſes Liebesbedürfniß ſich erſchließen. Glücklich preiſe ſich, wer die ächte, die wahre Liebe gefunden, aber Herzen, die ſie empfinden können, ſtehen nie vereinſamt, auch wenn im einzelnen Liebesbunde ſie ihnen verſagt bleibt. Das Herz der Frau muß es lernen, in der Bruſt der Menſchheit zu ſchlagen, und die Flügel ſind ihr ge⸗ gegeben, welche ſie über jede Täuſchung emporheben.
Wir ſagten vorhin, in den mittleren Ständen ſei es ſel⸗ ten, daß man ein Mädchen gradezu zu einer Heirath zwinge. Weniger ſelten jedoch iſt der äußere Drang der Verhältniſſe, der ein Mädchen nur zu häufig die Ehe ſchließen läßt, um da⸗ durch eine Verſorgung zu finden oder eine Lebensſtellung zu gewinnen. Dazu geſellt ſich eine Maſſe unvernünftiger Mütter und Tanten, die dem Mädchen ſchon als Kind einreden, es gäbe für ſie gar kein anderes Glück als innerhalb der Ehe und kein Mittel unverſucht laſſen, um ſie in dieſelbe einzu⸗ führen. Wie verwerflich und demüthigend zugleich dieſe Me⸗ thode iſt, brauchen wir nicht weiter auseinanderzuſetzen; dieſe
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