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Die Frauen und ihr Beruf : ein Buch der weiblichen Erziehung / in zusammenhängenden Aufsätzen niedergeschrieben von Frauenhand
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ſchiedenheit des Reſultats darf uns nicht irren. Der Zweck, welcher erreicht werden ſoll, iſt die innere und äußere Freiheit der Frau, die nur durch richtige Erkenntniß und Erfüllung ihres Berufes gewonnen wird. Iſt dieſe erreicht, ihr klar gemacht, dann wird die poetiſche, geiſtreiche Frau nie der Proſa zur Beute werden, weil ſie die Mittel in der Hand hat ſie zu bekämpfen, und die Frau, welche ſich mehr zum Prak⸗ tiſchen neigt, wird, im genauen Bewußtſein der geiſtigen For⸗ derungen, welche ihre Familie an ſie ſtellen darf, und durch eine Erziehung, die ſie befähigt, denſelben gerecht zu werden, nie jener einſeitig praktiſchen Richtung verfallen, welche ein Fluch für Alle iſt, die in ihrer Atmoſphäre athmen müſſen. Nun meinen freilich Viele, nach der Verheirathung ließen ſich die häuslichen Geſchäfte noch lange erlernen. Dem iſt nicht ſo. Wir wollen ganz davon abſehen, wie nöthig und wün⸗ ſchenswerth es oft wäre, daß das Mädchen auch ſchon bei ſeinen Eltern hierin etwas leiſten könnte, wir wollen uns nur einen ſolchen Haushalt vergegenwärtigen, in welchen die junge Frau einzieht mit allen Illuſionen einer pvetiſchen Zukunft, mit Träumen vom ſchönſten Glück, und in welcher die rauhe Hand der Wirklichkeit in kürzeſter Friſt das bunte Gewebe der Phantaſie ſchonungslos zerreißt. Jedes Ding, auch das Kleinſte, will gelernt und geübt ſein. So lange dies nicht der Fall iſt, beherrſcht es uns, und die geringſten Verrichtun⸗ gen werden, wenn vernachläſſigt, zu den ſchmerzlichſten Dor⸗ nen, die in jeder Minute da und dort eine Wunde reißen. Wie aber kann eine ungeübte Hand, welche höchſtens gelernt hat, einen Theetiſch mit Anſtand herzurichten, im Stande ſein,