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und— ſo viel unſere Mädchen auch heut zu Tage lernen gei müſſen, es geſchieht dafür noch lange nicht genug, weil es nur wir ſtückweiſe geſchieht. laſſ Erſt eine Schule, dann ein Inſtitut, oder eine Fortbildungs⸗„ geſi ſchule, oder auch einige Privatſtunden, und mit Erreichung des ſon 15— 16ten Jahres iſt die geiſtige Erziehung des jungen Mäd⸗ bilt chens vollendet. In dem Alter, wo der Verſtand erſt anfängt zu zu reifen, wo das Lernen erſt einen höheren Reiz gewinnt und Ric damit der mächtigſte Hebel wird zur wirklichen Vervollkomm zu nung der Frau, da hört die Erziehung auf. Wenige Jahre und reichen hin, die halbreifen Geiſter wieder bis zur Unwiſſenheit Hal der erſten Schuljahre zurückſinken zu laſſen, und von einem deſſ ſpäteren Nachholen kann nur ſelten die Rede ſein. Nun liegt Bet darin ein großer Vorzug des Knaben vor dem Mädchen, daß geft er gewöhnlich bis in's Jünglingsalter unter Beaufſichtigung und nach einer feſten Regel lernt; daraus entwickelt ſich der Grund Sch ſeiner ſpäteren Bildungsfähigkeit, nicht aus ſeinen größeren Ahr Geiſtesgaben. Wir wollen nicht mit dem Manne um ſeine Fach⸗ Aus wiſſenſchaften rechten, ſie bleiben ihm allein, aber die allgemeine ächt Bildung, die menſchlich frei und tüchtig macht, darf der Frau Geſ
unter keiner Bedingung vorenthalten werden. Es iſt gewiß ein gen unhaltbarer Grundſatz, den Knaben bloß darum lernen zu laſſen, wan weil er ſpäter Geld damit verdient, und dem Mädchen die Fra Bildung vorzuenthalten, weil kein greifbarer Vortheil daraus ſchet entſpringt. Was die Gymnaſien dem Knaben bieten, eine all⸗ die gemeine Vorbildung für ſeinen künftigen, wiſſenſchaftlichen oder Pfo ſonſtigen Beruf, das müßten ähnliche Lehranſtalten dem Mäd⸗ find chen verleihen, indem es dort bis zum achtzehnten Jahre eine wac


