Der Prinz ſpielte ſeine fürſtliche Rolle als Zeuge. Jvachim dachte an das Walten des Schickſals in dem Leben ganzer Völker wie in dem des Einzelnen,— und Irene?
Was die dachte, wußte Niemand.
Es war Abend geworden; die bepackte Extrapoſt hielt vor der Thüre.
Martha trug noch verſchiedene Packete in den Wagen, Chaſſeur ſprang am Schlage empor.
Regine lag zum letzten Male am Herzen Irenen's, die mit keiſen, gedämpften Worten zu ihr ſprach. Sie ſah nach Paul, als müſſe ſie ihm helfen, die Faſſung ſeiner jungen Frau zu unterſtützen.
„Sage unſerem Vater Adieu,“ erinnerte dieſer, zu Reginen tretend;— ſchon war ſie in ſeinen Armen.
„Was Du meiner Mutter, was Du mir und Paul geweſen,“ ſagte ſie unter ſtrömenden Thränen, „möge es Dir in Treue vergolten werden.“
Auch Paul war ergriffen, aber er beherrſchte ſeine weiche Stimmung.
„Komm, Regine,“ ſagte er, den Abſchied ab⸗ türzend,„vergiß nicht, daß wir manche Stunde nach⸗ holen müſſen auf unſerer Reiſe der mittägigen Sonne nach.“


