Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Aber ſein Lächeln ſchwand unter ihrer Antwort: Herr, vergib uns unſere Schuld!

Er bog ſich herab und küßte ihre Stirne. Sie löſte ſich aus ſeinen Armen, indem ſie an Joachim erinnerte; Hand in Hand wollten ſie zu ihm, als dieſer, ihnen zuvorkommend, an der Thüre erſchien.

Die vereinte Menſchheit, ſagte er, ſinnend das Paar betrachtend,in ihrem Gange durch Jahrtauſende. In dieſen Beiden ſchlägt dasſelbe Herz, das mit dem dem erſten Menſchenherzen erwachte; nach ihnen wird dasſelbe Herz noch ſchlagen, noch leben, wünſchen, leiden, ſelig ſein. Aus meinem Hauſe muß ich Euch heute entlaſſen, aus unſerer Aller Haus könnt Ihr nicht gehen. Möge es Euch ergiebig ſein, das große Haus der Welt, möge es Euch zur rechten Stunde ſeine Blumen, ſeine Frucht, ſeinen Ruhepfühl gönnen.

Mgt Ihr mit Thränen oder Lächeln Euch dem Willen der Natur ergeben, Ihr bleibt meine Kinder, hier wie dort!

Und er winkte, ihm zu folgen.

In der Dorfkirche wurden ſie einfach und ſtill ein⸗ geſegnet, ohne Ceremonien, ohne Prunk; ruhig gemeſſene Worte und ein ſchwungloſer Schluß. Aber in ihnen

war der volle Schwung des Glückes, der reiche Pomp der Liebe.