Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Ehre ihr und Dir, ſagte Paul ergriffen.

Und Glück und Wohl Dir und Reginen, ant⸗ wortete Joachim.

Die Stunde der Trauung war nahe, Paul klopfte an das Zimmer ſeiner Braut. Es blieb ſtille, nur ſein Herz ſchlug hörbar, es fühlte ihre Ruhe, noch ehe ſein Auge ſie ſah, ſeine Hand öffnete, noch ehe ſein Wille es erlaubte, ihn hält nichts mehr ferne von ihr.

Regine war allein. An die Brüſtung des Fenſters gelehnt, ſah ſie hinauf in den blauen Frühlingshimmel, dorthin, wo man ſie den Lenker menſchlicher Schickſale zu ſuchen gelehrt hatte. Ihre Hände waren gefaltet, in ihren Zügen lag der Ausdruck inbrünſtigen Flehens.

Als Paul eintrat, wendete ſie nach ihm den Blick und reichte ihm die Hand entgegen.

Das war ein Dankgebet, Regine, nicht wahr? Denn ſieh, ich würde mich betrüben, wenn Du heute um noch etwas zu bitten vermöchteſt, ſagte er mit lei⸗ ſer, ſanfter Stimme.

Ihr Blick begegnete mit ernſter Innigkeit dem Seinen.

Du irrſt, Paul, ſagte ſie erröthend,Du ver⸗ gißſt, daß ich heute, wie immer, um etwas Anderes, als Du mir gewähren kannſt, bitten muß.

Und das lautet? fragte Panl lächelnd.