Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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ausgeſendet, hatte bei Luitgard, bei Frau von Wart⸗ berg, ja ſelbſt in Paul's verlaſſener Wohnung nach ihr fragen laſſen, und ſo die Kunde des Aergerniſſes ſelbſt in die Welt hinausgeſendet. Mit Blitzesſchnelle ver⸗ breitete ſich dieſe am andern Morgen; theilnehmende Fragen wurden laut, indiscrete Beileidsbezeugungen drängten ſich ihm auf. Er wußte nicht mehr zu ant⸗ worten, keine Ausrede zu finden. Die Furcht, ſie viel⸗ leicht als Selbſtmörderin anerkennen zu müſſen, ſchwebte ihm als die drohendſte und beſchimpfendſte Entwickelung ſeiner gegenwärtigen Lage vor

Zu Frau von Wartberg lenkte er endlich ſeine Schritte; bevor er aber noch ihr Haus erreicht hatte, brachte ihm ein Bote zwei Zeilen von Joachim, in wel⸗ chen dieſer ihm mit kurzen Worten ſagte, daß Regine in ihr väterliches Haus zurückgekehrt ſei und dieſes vor der Hand nicht zu verlaſſen gedenke.

Halb getröſtet und doch auf's Neue verwirrt, über⸗ gab er ſeiner Rathgeberin das kurze Schreiben, die es flüchtig überlas und es dann mit den Worten zurückgab:

„Doctor Hallbert iſt ſeit einigen Tagen auf der Geiſenburg.“

So war die Löſung des Räthſels gefunden; Alles fügte ſich, um einen ungerechten Verdacht zur gewiſſen Ueberzeugung werden zu laſſen.