Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Kräften ſtrebte ſie vorwärts, dem Laufe des Rennbaches entgegen. Sie mußte ihn überſchreiten, um den Park zu erreichen; aber ſie verfehlte die Brücke. Sie wankte durch den ſeichten Bach, der ihre Kleider durchnäßte, ihr aber auch für einen Moment die Kraft wiedergab. Sie erreichte die Felſengruppen, ſie erreichte die Terraſſe, ſie ſah das Licht, welches aus Irenen's Stube ſchim⸗ merte,— ſie war daheim.

„Hören Sie das ſeltſame Geräuſch,“ fragte Martha, die mit der Arbeit, einen Koffer zuzudrücken, deſſen überfüllter Inhalt ſich gegen das Leder ſträubte, einhielt.

„Gott helfe mir,“ ſagte ſie mit klappernden Zäh⸗ nen,„die Elſe in ihrem weißen Kleid kommt gerade auf die Stube zu.“

„Du träumſt, Martha,“ ſagte Jrene, aber ſie hielt inne und lauſchte. Deutlich hörte man einen ſchwe⸗ ren, ungleichen Schritt, das Schleifen naſſer Gewänder auf dem Steinboden. Irene ſchritt, ſo gut ſie es in der Dunkelheit vermochte, nach der Thüre.

„Laß mich ſehen,“ ſagte jetzt eine Männerſtimme, „vielleicht ein unzeitiger Scherz.“

Bevor jedoch eines von ihnen die Thüre erreicht hatte, hörte man, wie eine unſichere Hand draußen nach