17
Hand es bereitete, konnte man nur Gewinn aus der veränderten Stellung ziehen.“
„Du hatteſt genau den Handel berechnet und wuß⸗ teſt wohl, daß Du ein vortheilhaftes Geſchäft machteſt. Ich gab Dir Stellung, Obdach, Nahrung, Kleidung, die Mittel, in gewohnter Weiſe fortzuleben. Du gabſt dafür Dich mir. Verſtehſt Du, was in dieſem Worte Beſchämendes für Dich liegt? Du duldeſt meine Gegen⸗ wart, weil Du dafür in meinem Hauſe leben darfſt, Du lebteſt mit mir, weil ich Dir zu leben gab, Du erwiderteſt meinen Händedruck, meinen Kuß, weil Du Dein Brot damit verdienteſt, Du gabſt Dich mir, weil ich Dich un terhalte.“—
Als er dieſe Worte, ohne ihren beſchimpfenden Inhalt genau zu prüfen herausgeſtoßen hatte, erſchrack er über die Wirkung, die ſie auf Reginen hervorbrachten.
Ihr Blick drückte das tiefſte Entſetzen aus, ihre Lippen bebten krampfhaft, alles Blut drängte ſo ge⸗ waltſam nach dem Herzen, daß die entfärbte Haut über den entleerten Adern einzuſinken ſchien.
„Und wenn es ſo iſt,“ ſagte ſie mit veränderter, abgebrochener Stimme, der ſich nach und nach zu ei⸗ nem fremden, unheimlichen Tone ſteigerte,„wenn es ſs iſt, bin ich dann allein die Schuldige?
„Habe ich Dir vor unſerer Verheiratung einen Kinder der Zeit. III.


