Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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daß Du mich wirklich verhindert haſt bei den einfachſten Anſprüchen in Ruhe und Frieden mit Dir zu leben, daß es Dir gelungen iſt, durch ewige Reibungen und ge⸗ ſuchte Zwiſtigkeiten mich ſelbſt in den Werken meines Amtes finſter und mißtrauiſch zu machen.

Jetzt biſt Du ungerecht, Adrian, rief Regine gequält,ſo harte Anklage iſt nicht begründet.

Nicht begründet? ſagte er mit zornigem Hohn. Kannſt Du mitJa antworten, wenn ich Dich frage, ob ein Augenblick gekommen, wo Deine Seele den hohen Aufſchwung der meinen zu theilen vermochte? Kannſt Du mich an eine Stunde erinnern, in welcher Dein Gemüth ſich mir warm und hingebend geöffnet, Dein Herz meinen Wünſchen und Worten gelauſcht nicht nur Dein Ohr? Wann hat Dein Mund bei meinem Scheiden gebeten: komm bald zurück? Wann hat die Sehnſucht Deine Schritte mir entgegen geleitet? Wann habe ich mir ſagen dürfen, was der Mann ſich ſo gern mit Stolz und Freude ſagt: wie ſchön mein Weib in meinen Armen gedeihet! Der Schleier iſt geriſſen, jetzt ſehe ich Alles klar. Die Verheiratung war Dir wün⸗ ſchenswerther Zweck, ich das unwillkommene Mittel. Ein Aſyl wurde geſucht, nachdem die Rolle in der Gau⸗ kelbude der Jugend ausgeſpielt war; gleichviel, weſſen