Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Moment Liebe geheuchelt? Habe ich Deine Vorausſe⸗ tzungen betrogen? Haſt Du den Abend vergeſſen, an welchem ich Dir ſagte: ich will Dir ergeben ſein und Dich achten, aber Liebe, Leidenſchaft habe ich nicht für Dich? Du forderteſt ſo ſtarke Neigung ja nicht einmal von mir.

Aber Du haſt mir Schutz und Troſt am Altar zugeſchwaren, hältſt Du ſo Deinen Eid? Mußteſt Du eine Anklage, die dunkel in mir ſchlief, wecken, daß ſie nun, wie ein Scorpion, ihren Stachel in mein Ge⸗ hirn ſchlägt?

Von wem darf ich Achtung und Schonung ver⸗ langen, wenn Deine Hünb ſich nicht ſcheut das Brand⸗ mal auf meine Stirn zu drücken

Weun alle Menſchen mich tadelten und ver⸗ daummiteſt, Du durfteſt es nicht. Ich oh Dir Opfer gebracht Opfer, für deren Größe Du keinen Maß⸗ ſtab haben kannſt.

Ich ſchweige darüber auch jetzt, aber ich erin⸗ nere Dich, daß Du Dich ſelbſt in mir beſchimpfeſt, wenn Du den Schleier? zerten mit welchem ich mein Elend verhülle, wenn Du die Hand verſtümmelſt, die am Altar in die Deine geſchmiedet worden iſt.

Ja, Du haſt Necht, ich wollte vergelten, was ich empfing; 39 bezahlte mit der einzigen