Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Regine zögerte; das durfte Adrian nicht leſen und doch konnte ſie es ihm vorenthalten?

Ich bin noch nicht zu Ende, ſagte ſie auswei⸗ chend.

Gleichviel, ich habe jetzt gerade Zeit. Er griff nach dem Papier, ſie trat zurück. Die Heftigkeit, mit der er darnach verlangte, ließ ſie ganz die Beſinnung ver⸗ lieren; ſie vergaß, daß ſie durch ihren Widerſtand viel ſchlimmern Verdacht in Adrian erwecken mußte, als der Iunhalt des Geſchriebenen rechtfertigen konnte, der ihr wohl einen ſcharfen Verweis ihrer Ueberſpanntheit und eines eingebildeten Märtyrerthums zugezogen, aber ein ernſtes Zerwürfniß erſpart haben würde. Er hatte das Gelenk ihrer rechten Hand kräftig gefaßt, ſie aber mit der Linken das feine Papier dem Lichte, das zum Be⸗ hufe des Siegelns auf ihrem Schreibtiſche brannte, ge⸗ nähert, und ehe Adrian es hindern konnte, war die Urſache ihres Streites zu Aſche verbrannt.

Blaß vor Zorn ließ er ſie los und trat zurück.

Dein Zweck iſt erreicht, ſagte er bitter,das Document Deiner Thorheit und Falſchheit vernichtet, mit ihm haſt Du Dich des letzten Reſtes von Anſtand entäußert.

Regine war zur Beſinnuug gekommen. Ihr Thun erſchien ihr jetzt heftig und tadelnswerth. Beſchämt