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Freude, deren Grund Regine nicht zu errathen ver⸗ mochte.
Dieſe wendete ſich heute an ihren Vater; ſeine maßvolle Ruhe zog ſie an und ſchien ihr Troſt zu ver⸗ ſprechen. Sie fühlte das Bedürfniß, ihm eine vollſtän⸗ dige Beichte abzulegen, doch hielt ſie die Angſt, das ausgeſprochene Bekenntniß könne ſich gegen ſie ſelbſt auf irgend eine verhängnißvolle Weiſe kehren, zurück.
Sie ſchrieb mit der vollen Wärme ihres Herzens, und ließ ihren Vater einen Blick in ihr Inneres machen. Dann überlas ſie das Geſchriebene und machte Miene es zu vernichten; es ſchien ihr unheimlich verrätheriſch. In dieſem Augenblick trat Adrian in das Zimmer. Er ſah erhitzt und alterirt aus. Die Schwierigkeiten gegen die Einführung der altlutheriſchen Taufformel mehrten ſich. Ein heftiger Streit hatte heute in der Conferenz ſtattgefunden, und die Parteien hatten ſich perſönlich angegriffen und beleidigt.
Regine zerknitterte das Papier in ihrer Hand, und gab durch dieſe Handlung ſich in ſeinen Augen den An⸗ ſtrich von Heimlichkeit.
„Was machſt Du da?“ fragte er inquiſitoriſch.
„Ich wollte ſchreiben,“ antwortete ſie verwirrt.
„Du haſt es ſchon gethan, wie ich ſehe; zeig' ein⸗ mal!“ gebot er mißtrauiſch.


