Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Paul war nicht blöde ihre Opferwilligkeit für ſeine Patienten zu benutzen, und in Folge dieſer ge⸗ meinſchaftlichen Zwecke entſpann ſich zwiſchen Beiden bald ein lebhafterer Verkehr. Wenn ihre Equipage ſei⸗ nem Wagen im raſchen Trabe begegnete, ſo hielten beide einen Augenblick an, und immer hatte Paul ei⸗ nige ermunternde und tröſtliche Worte für die leicht⸗ ſinnige, aber ſtets zur Hülfe bereite Luitgard, die Roß⸗ leben's Blumen in der einen, ein Flacon in der andern Hand, ſich gegen die verpeſtete Luft zu ſichern ſuchte.

Leben Sie denn noch, Regine? ſagte ſie eines Nachmittags in deren Zimmer tretend,oder ſind Sie unter den heimlich Begrabenen? Man ſieht Sie ja gar nicht mehr! Und wie blaß und mager Sie gewor⸗ den find, fühlen Sie ſich unwohl?

Nein, antwortete Regine, ich bin wohl. Gut, daß Sie kommen, Sie müſſen mir viel, viel erzählen. O, wie namenlos habe ich mich geängſtigt!

Luitgard ſah ſie theilnehmend an; ſie ſchien eine Frage von Seiten Reginen's zu erwarten, die dieſe um ſo weniger über die Lippen brachte, je brennender ſie ihr auf dem Herzen lag. Das Zartgefühl ſagte Luitgard, daß in ſo unklaren Verhältniſſen Schonung Noth thäte und deshalb ſtürmte ſie nicht mit Mitthei⸗