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macht, einen Halt außer ſich ſelbſt zu ſuchen und zu finden.“
„Ein tadelnswerther Egoismus der Männer,“ antwortete Joachim,„und die unter dem Drucke lang⸗ ſam erfolgte Entwickelung des Weibes hat, ich weiß es wohl, lange dieſer Meinung Geltung verſchafft.
„Daß man es wagen durfte, Unwiſſenheit und Be⸗ ſchränkung der einen Hälfte der Menſchheit aufzuerle⸗ gen, bildet ein trauriges Seitenſtück zu den Geſetzen der ſogenannten Ehre, die berechtigen ſollen, einen Menſchen zu tödten, weil er das Unglück hatte, in nn⸗ beſonnener Aufwallung, oder wegen nichtfolgerichtigen Denkens und Hondelns, die perſönliche Achtung außer Augen zu ſetzen, die man Andern ſchuldet.— Solchen Anſichten vermag ich nicht beizuſtimmen. Mir ſcheint es grauſam, mit Gewalt die Binde vor ſcharfe, junge Augen zu legen, die doch nur dazu gegeben ſind, um correct ſehen, um correct denken zu lernen.
„Gewiß wird auch einſt die Zeit kommen, in wel⸗ cher man es barbariſch finden wird, entnervende Un⸗ thätigkeit, geiſtigen Scheintod dem Weibe zuzutheilen, in welcher der Mann, des Spiels mit niedlichen Pup⸗ pen oder geputzten Automaten müde, die ebenbürtige, entwickelungsfähige und wirklich entwickelte Frau ver⸗ langt. Aus ſolchen Verbindungen wird eine höhere Ge⸗
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