fene, practiſche Sinn für die Gegenwart dadurch nur Beeinträchtigung erleiden könne.
In den weiten Sälen des Muſeums war die ein⸗ fache Papiertapete hinter dem koſtbaren Schmuck der ausgeſtellten Gemälde verſchwunden.
Die Wirkung dieſer ſtillen, idealen Geſtalten, die⸗ ſer glühenden Farben, äußerte ſich in jenem ſonntägigen
Schweigen, von welchem man im Anſchauen der Pro⸗ ducte der Malerei und Flaſtik unabweislich überwäl⸗ tigt wird.
Vor einzelnen Gemälden hatten ſich dichte Gruppen gebildet, in denen Regine mit leichtem Unbehagen meh⸗ rere Theilnehmer der geſtrigen Partie wiedererkannte, und ſogleich von dieſen begrüßt wurde. Adrian führte ſie jedoch, kurz dankend, weiter, bis in die Zimmer, welche am eugſe von Kunſtliebhabern und Neugieri⸗ gen bevölkert waren.
Während ihr Auge, von der Mannigfaltigkeit der Darſtellungen verwirrt, dieſelben mehr überglitt, als faßte und genoß, ließ Adrian ihren Arm los; um den einzigen, freien Stuhl dem„Tod des Bonifaeins“ ge⸗ genüber zu ſtellen, und Platz auf demſelben zu nehmen. Er, ſo wenig wie ſeine Frau, gelernt, mit künſt⸗ leriſchem Blicke zu ſehen und die Bedeutung eines Kunſt⸗ werkes zu erkennen; gleichwohl beſaß Regine einen na⸗
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