Zimmer, noch ſpäter rollte der Lehnſtuhl der Tante zurück und ihr Mund verſtummte; Regine allein ſaß, tühl von der Nachtluft angeweht, noch am offenen Fenſter. Das Rauſchen des Brunnens, die wiederholt ſchlagenden Glocken und jenes entfernte Summen, welches ſelbſt in ſpäter Abendſtunde die Straßen einer volkreichen Stadt erfüllt,— ſchlug an ihr Ohr. Ihre Gedanken waren Erinnerungen und dem Inſtinkt des Herzens folgend, flogen ſie weit zurück, wie Vögel nach dem heimiſchen Neſt; wenn ſie es auch zerſtört wußten, ſo wollten ſie doch noch einmal die Stelle umflattern, an der ſie ſo lange Ruhe und Schutz ge⸗ funden. Aber aus dieſen Erinnerungen quoll ihr, ſtatt Troſt, nur eine tiefe Sehnſucht. Sie fühlte ſich ver⸗ armt und traurig, während Alles Leben und Heiter⸗ keit athmete, und die zu ihr dringenden heitern Stim⸗ men erinnerten ſie nur um ſo ſchmerzlicher an man⸗; chen Abend, den ſie durchlacht hatte— wie ſie den heutigen reſignirt durchwachte. 5. Die leiſe Hand des Windes ſchüttelte aus den blühenden Roſenkelchen den friſcheſten Duft. Dieſelben Sterne, die nach ihren glücklichſten Stunden ihr heim⸗ wärts leuchtend das ſelige Geſicht verklärt hatten, dieſelben Sterne waren treu und tröſtend auch heute wieder gekommen, um mit einem Strahl wenigſtens
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