Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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trat eine kleine, ältliche Dame, in welcher Joachim ſeine Schwägerin, die Generalin Eberhall, erkannte. Noch war es den zunehmenden Jahren nicht gelun⸗ gen, den Formen und Zügen derſelben die Rundung zu nehmen, die vollſtändig mit der fließenden Wort⸗ fülle und den gewandten Bewegungen der Dame har⸗ monirte.

Mit einem Verſtande ausgeſtattet, der ihr alle äußern Eindrücke als unerwartet und ſich ſelbſt wi⸗ derſprechend erſcheinen ließ, war ſie weit entfernt, dem Sinnreichen und Witzigen beſonders ihren Tri⸗ but darzubringen. Es fehlte ihr das Verſtändniß, der Scharfblick für die oft harmloſen, oft aber auch entſetzlichen Carricaturbilder des Lebens, und nie war ihr Lachen mit dem Beiſatz des Spottes, oder nur des Bewußtſeins gewürzt.

Eben dieſe harmloſe Gutmüthigkeit, die vielleicht aus Temperament, ſorgenloſem Leben und Mangel an Erfahrung hervorging, hatte ſie zu einer der be⸗ liebteſten Perſönlichkeiten in der Geſellſchaft gemacht, und wo ſich die kleine, runde Frau zeigte, da beeilte man ſich, ihr mit Höflichkeit, Scherz und auch wohl kleinen Heimlichkeiten zu nahen.

Durch eine bedeutende Leibrente in den Stand geſetzt, ihrem Haus den Schimmer der Eleganz und

Kinder der Zeit. I. 2