Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Nie wird das ſein, nie, nie! rief Regine aus voller Seele, und als Joachim ſie erſtaunt anſah, ſetzte ſie ruhiger hinzu:Ich kenne meine Pflicht und werde ſie nie verletzen. Bin ich einmal Adrians Frau, ſo lebe ich auch nur noch für ihn, und keine thö⸗

richte Eitelkeit, keine ſtrafbare Tändelei wird mehr

Raum in mir gewinnen.

Nun denn, ſo ſei es, ſagte Joachim aufſtehend. Die Gründe, die Du mir angeführt haſt, ſollten zwar nicht entſcheidend bei Abſchließung einer Ehe ſein; da ſie Dir aber vollwichtig erſcheinen, ſo ge⸗ ſchehe ihnen und Dir ihr Recht. Noch heute will ich Adrian ſchreiben, und ihn von unſerer Einwilligung in Kenntniß ſetzen. Das Verlöbniß eröffnet Dir neue Ausſichten; neue Pflichten werden Dir mit neuen Freuden geboten. Ernſter wird Dich das Leben dün⸗ ken; je forſchender Du aber in ſein wunderbares Auge ſchaueſt, um ſo verſtändlicher wird es Dir werden und um ſo gehaltvoller, gleich viel, ob froh, oder trüb das Urtheil der Menſchen es nennt. Und weiter, mein Kind, habe ich Dir nichts zu ſagen.

Ich aber deſto mehr, ließ ſich eine Stimme hö⸗ ren, der es nothwendige Bedingung ſchien, auch die einfachſten Worte in einem herzlichen Gelächter ver⸗ klingen zu laſſen, und in die ſchon dämmrige Stube

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