Zuſtimmung. Dieſer aber, der zwar mehr Deutlichkeit und Klarheit in ihren Motiven fand, als er erwartet hatte, dem aber dieſe Motive ſelbſt nicht haltbar und würdig dünkten, machte neue Einwendungen.
„Und doch kann dieſer Friede, auf den Du hoffſt, nur durch Zweierlei begründet und erhalten werden,“ entgegnete er;„entweder durch die volle Gleichheit des Denkens und Empfindens, oder durch die bleibende Kraft der Liebe, die die Kluft der Meinungsverſchie⸗ denheit ausfüllt. Da ich den letzteren Fall nicht anneh⸗ men darf, ſo muß ich Dich fragen: Biſt Du zu dem rechten Verſtändniß von Adrians Weſen gelangt und ſtimmt es harmoniſch zu dem Deinen?“
„Du haſt mich gelehrt, auch abweichende Meinun⸗ gen zu achten,“ erwiderte ſie,„und ich werde in ſtrenger Selbſtbeherrſchung den Widerſpruch vermeiden, der zu einer Disharmonie führen könnte!“
„Arme Regine, das heißt ja aber auf ſich ſelbſt verzichten,“ ſagte Joachim, von ihrer Fügſamkeit ge⸗ rührt.—
„Oder ſich wieder gewinnen,“ antwortete ie wehmüthig, Demuth und Selbſtbeſchränkung.“
„Hätteſt Du Dich verloren, mein Kind?“fragte Ioachim uittunn—
„Ja,“ antwortete ſie bitter;„der Carneval des Le⸗


