Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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fall ſie treibt, immer ſcheu ausweichend immer zaghaft bei Seite tretend und ſchon dankbar, wenn man ihr zweckloſes Daſein ſtatt es zu richten

vergißt.

Kein Daſein iſt zwecklos, das in der Entwicke⸗ lung der Geiſtes⸗ und Gemüthskraft ſeine wahre Be⸗ ſtimmung erkennt und erſtrebt, warf Joachim be⸗ wegt ein.

Das mag im weiteren Sinne der Beruf der Menſchheit, vorzüglich aber der des Mannes ſein, ent⸗ gegnete Regine,uns Frauen jedoch ſchuf die Natur und der ordnende Wille der menſchlichen Geſellſchaft einen engern Wirkungskreis, es iſt der der Familie. Von Jugend auf unter dem Schutze Anderer ſtehend, wird es uns nicht ſchwer, uns aus einer Abhängigkeit in die andere zu begeben, die proviſoriſche Heimat des elterlichen Hauſes zu verlaſſen, um ein Aſyl zu finden, was uns ſchon lange als das einzig ſichere und beglü⸗ ckende geprieſen war, für das unſere kleinen Talente gepflegt und unſere Anſichten geſtimmt worden ſind. So treten wir getroſt ein in die Werkſtatt, die ſich uns öffnet, und indem wir redlich unſer Tagewerk vollbrin⸗ gen, finden wir ſelbſt auch unſern ſtillen Frieden.

Regine ſchwieg. Sie hatte Alles geſagt was ihr zu ſagen nöthig ſchien und erwartete nun des Vaters