wird es Ruhe, dann braucht man nicht zu fürchten, daß man, nicht hoch gefeiert, nach und nach über⸗ ſehen, ſpäter nur noch geduldet und zuletzt ganz bei Seite geſchoben wird; denn eine haltbare Stellung gibt nun das Anſehen des Mannes der Frau. Dann wird nie das verletzende Wort, gleich einer Neſſel, das reizbare Gemüth peitſchen, wenn man von dem verfehlten Leben einer Unverheirateten ſprechen hört, das, gerechter, ein trguriges genannt werden müßte. Ich kenne ſie, dieſe einſamen Geſtalten; ohne Ver⸗ bindung mit der gegenwärtigen Generation, ohne eine Brücke für die Zukunft finden zu können, leben ſie geſpenſtiſch nur in den Ruinen der Vergangenheit. Ueberzählig in der Geſellſchaft wie im Staat und Familie, folgen ſie reſignirt den Spuren der in Grup⸗ pen wandernden Menſchheit, nicht vermißt, wenn ſie müde zurückbleiben, nicht erwartet, wenn ſie ihr Ziel erreicht haben.“
„Der große Strom des Lebens rollt weiter, und während aus gefüllten Nachen, in denen alle Lebens⸗ alter vertreten ſind, frohe Geſpräche und heitere Ge⸗
ſänge ertönen, während kräftige Hände die Steuer
lenken und dankbare Herzen dieſe Herzen ſegnen,— während dem ſchwimmt das alte Mädchen, in die Nuß⸗
ſchale ihrer dürftigen Exiſtenz gebannt, wohin der Zu⸗
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