Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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zu geben, als unter die Herrſchaft eines einzigen Man⸗ nes, der mir ſeinen Namen gibt. Bleibt mir da eine Wahl?

Sd iſt es die Sorge um Deine künftige Exi⸗ ſtenz, was Dich zu Adrian führet? fragte Joachim unruhig, denn zum erſten Male in ſeinem Leben klopfte die mahnende Hand des Vorwurfs an ſein Herz, ver⸗ ſäumt zu haben, Reginen eine ſolche Ausbildung zu geben, daß ſie unter Wahrung freier Selbſtentſchlie⸗ ßung ſich einen anſtändigen Unterhalt zu verſchaffen im Stande ſei.

Nicht allein, antwortete Regine lebhafter;es iſt auch die Furcht vor einem einſamen Leben. Ich kenne ja die Welt; wer ſich nicht hält durch die Mit⸗ tel, die ſie ihm bietet, wer ſich nicht mit einem Platze begnügt, wie ſie ihn vorbereitet hat, den läßt ſie fal⸗ len. Nur ein heingte Wohlſein bietet ſie uns Frauen, und wenn wir uns begnügen, ſo können wir ſelbſt aus Vorurtheilen Vortheil ziehen. Fügen wir uns nicht, wollen wir rebelliſch unſere idealen Wün⸗ ſche gegen die herrſchenden Zuſtände in's Feld füh⸗ ren, igenen Weg gehen, nun, ſo werden wir einſam ſein. Da es aber ſo trau⸗ rig, ſo unſäglich traurig iſt, allein zu ſtehen, ſn nimmt man dankbar die Hand, die ſich uns bietet. Dann