Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Gefühl eine gleichmäßige Befriedigung zu erwarten. Mein Vater, ich liebe Adrian nicht mit der überwältigen⸗ den Leidenſchaft, die zwei Menſchen unwiderſtehlich zu einander treibt, aber ich achte ihn, und man ſagt ja, daß aus dieſer klaren Quelle nur der echte Segen der Ehe ſtrömt.

Du achteſt ihn, erwiderte Joachim ja, das kannſt D uja immerhin, 3 ohne Dich mit ihm zu verbinden. Und weshalb laß einmal ſehen achteſt Du ihn? Weil ſeine Wgangenheit ſo weit Du ſie kennſt, von keiner unſittlichen Handlung befleckt iſt, weil ihm keine Unmäßigkeit, kein Aergerniß, keine Un⸗ rech lichteit nachgeieſen werden kann, weil er nicht ſün⸗ digte und Deinen Berechnungen nach nie ſündigen wird; um dieſes rein negativen Verdienſtes willen willſt Du ihn heiraten?

Ja, ſagte Regine etwas bitter,um dieſes nega⸗ tiven Verdienſtes willen ſoll er nicht abgewieſen werden gegen Vernunft und Vorſicht.

Vernunft! Vorſicht! wiederholte Joachim immer erſtaunter,alſo eine Vernunftheirat, eine paſſende Verſorgung, eine Speculationspartie?

Bei jedem Worte Regine zuſammen, als ob ein galvanifcher Draht den L Lebensnerv ſchmerz⸗ lich berührt habe, und eine heftige Antwort ſchien auf