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bangem Niederſchlag der Augen oder dem unwillkuͤhr⸗ lichen Accent der innigſten Gegenneigung antwortete.
Während die deutſchen Schaaren ſich in den Reben⸗ gefilden der Moſel einer froͤhlichen Waffenruhe uͤber⸗ ließen, hatte Frankreichs Koͤnig in der Champagne ein neues ſtärkeres Heer verſammelt, welches unter der Anfuͤhrung des Herzogs von Nevers der frechen In⸗ vaſion ein raſches Ziel ſetzen ſollte. Mannsfeld, der ſich dieſer gefaͤhrlichen Macht nicht gewachſen fuͤhlte, gerieth plotzlich auf den eines Abenteurers wuͤrdigen Einfall, ſich ſelbſt ſammt ſeinem ganzen Heere dem Koͤ⸗ nig Ludwig zum Kauf anzubieten.
Das franzoͤſiſche Kabinet ſchien den Antrag nicht ungern zu hoͤren, und es wurden von beiden Seiten Commiſſarien zur naͤhern Einleitung der Verhandlun⸗ gen ernannt. Inzwiſchen aber brachen im deutſchen Lager ſelbſt gefährliche Spaltungen aus. Prinz Chri⸗ ſtian von Braunſchweig, dem der franzoͤſiſche Dienſt nicht anſtand, hatte fuͤr ſich insgeheim andere Negotia⸗ tionen mit dem Herzoge von Buuillon angeknuͤpft. Der groͤßte Theil der ſeit langer Zeit unbeſoldeten Manns⸗ feld'ſchen Reiterei hatte ſich eigenmaͤchtig der Geſchütze
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