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muthen laſſe. Ohne ſich von Ludmilla's Schuld uͤber⸗ zeugt zu haben, ſtreute er mit erheuchelter Beſorgniß durch wiederholte Warnungen den boͤſen Samen des Verdachts in Carpezan's argwoͤhniſches Herz. Dieſer war ſeit dem traurigen Ausgang des boͤhmiſchen Feld⸗ zugs immer finſterer und heftiger geworden. Mit tiefem Gram ſah er das ſchoͤne Gebaͤude ſeiner Hoffnungen in Nichts verſinken und ſich wahrſcheinlich auf immer aus dem theuren Vaterlande verbannt. Der wuͤſte Geiſt des dreißigjährigen Krieges, der ſich von jetzt an erſt recht in ſeiner ganzen Furchtbarkeit offenbarte, begann auch ihn immer mehr zu durchdringen. Pluͤnderung, Brand, Mord und Greuel aller Art verbreiteten ſich von Gau zu Gau des ſchoͤnen deutſchen Landes. Auch Manns⸗ feld erlaubte ſeinen Truppen die wildeſten Ausſchwei⸗ fungen, da er ſie ſelten zu beſolden vermochte; er er⸗ ſchien nicht mehr als ritterlicher Kaͤmpfer fuͤr eine große menſchheitliche Idee, ſondern als wilder Hordenfuͤhrer, der den Krieg um ſeines Vortheils willen als Hand⸗ werk trieb. Carpezan fuͤhlte das Troſtloſe dieſes Zu⸗ ſtandes, doch er konnte nicht ruͤckwärts; er war mit dreifachen Ketten an Mannsfeld's raſch dahin brauſen⸗ des Raubſchiff geſchmiedet. Sein ganzes beſſeres Selbſt hing nur noch an zwei Punkten, dem Bewußtſein 8*


