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mehr die Freuden eines glaͤnzenden Hofes, als die Ge⸗ fahren des Krieges, und ließ ſeine Feldherrn ſ ſeiner nach Oeſterreich ruͤcken.
Vergebens beſchworen ihn die boͤhmiſchen Patrio⸗ ten, die Armada in eigener Perſon zu commandiren oder doch durch ſeine Gegenwart den Muth der Truppen zu ſtärken und zu erhoͤhen. Vergebens bat ihn Ludmilla, ihr eigenes Gluͤck uͤber des Vaterlandes Wohlfahrt ver⸗ geſſend, daß er ſich als Boͤhmens echten Koͤnig bewäh⸗ ren und das Schwert in der Hand ſein freies Volk zum Siege fuͤhren ſolle. Friedrich blieb dabei, daß er ſein Leben, an welchem des Reiches Selbſtſtändigkeit hänge, nicht unnoͤthigerweiſe den Gefahren des Kampfes bloß⸗ ſtellen duͤrfe und daß ſeine kriegserfahrnen Feldherrn auch ohne ihn die vnnende Macht des Habsburgers befiegen wuͤrden.
Ludmilla ſtand tiefbetruͤbt vor dem Koͤnig. Sie trauerte als Böhmin, daß ihr Volk ſich ſo bitter in der Wahl ſeines Beherrſchers getaͤuſcht ſah; ſie trauerte als Geliebte, daß ſie den Geliebten ſo ſchwach und un⸗ maͤnnlich erblicken mußte. Denn ſie war kein gewoͤhn⸗ liches Weib, das um jeden Preis nur in fortwaͤhrender Luſt ſchwelgen will; ritterlich kuͤhn und tapfer mußte der Mann ihres Herzens ſein, wenn er ihrem roman⸗


