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Der Obrist von Carpezan / von Ernst von Brunnow
Entstehung
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Fackeltanzes, den Graf Czernin mit der lieblichen Editha eroͤffnete. Auch Ludmilla miſchte ſich unter die froͤhlichen Tänzerreihen; ſie fuͤhlte ſich ſo gluͤcklich und heiter, daß ſie uͤber ſich ſelbſt ſtaunen mußte. Den ruhigern Tanzweiſen folgten bald die raſcheren Walzertone, und mit befluͤgelter Schnelle wirbelten die ſchoͤnſten Paare wie Planeten um das in der Mitte im engern Kreiſe ſich drehende Sonnenpaar der Neuvermaͤhlten.

Geigen und Floͤten ſchwiegen; Alles fluͤchtete ſich zur Erholung und Abkuͤhlung in die Nebengemaͤcher, denn es herrſchte eine druͤckende Hitze im Tanzſaal, die noch durch die Schwuͤle eines heraufziehenden Gewitters vermehrt wurde. Die beiden ſchoͤnen Schweſtern ruhten Arm in Arm verſchlungen in einem traulichen Cabinet; ſie waren allein, und hatten ſich einander ſo viel zu ſagen.

„Horch, vernahmſt du nicht Geraͤuſch im Hofe, als ob viele Reiter zugleich hineingeſprengt wären?“ fragte plotzlich Ludmilla.

„Mir war es auch ſo,“ entgegnete Editha,“ laß uns zum Fenſter hinausſchauen. Wehe, was ſeh' ich, fremdes Kriegsvolk, das ſind keine boͤhmiſchen Reiter!“

„Sie ſitzen ab und kommen ins Haus,“ fuhr die ältere Schweſter fort.„Es ſind Offiziere, ich erkenn'