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eigene Werberkoſten um das Doppelte zu verſtärken. Der Krieg wird ſie ernaͤhren.“
„Brav, ſo ſind wir einig?“
„Ja, Erlaucht, nehmt meinen Handſchlag darauf.“
In Prag war inzwiſchen Alles in der lebhafteſten Beſorgniß vor einer moͤglichen Belagerung, dafern es dem tapfern Thurn nicht gelingen ſollte, den Feind in entſcheidender Feldſchlacht zu beſiegen. Der Freiherr von Lowoſitz hatte ſich mit ſeinen Toͤchtern auf ſein im Rakowitzer Kreiſe gelegenes Familiengut zuruͤck⸗ gezogen, wo er die weitere Entwickelung der Begeben⸗ heiten abzuwarten gedachte. Er hatte an der gewalt⸗ thätigen Behandlung der kaiſerlichen Statthalter auf der Burg des Hradſchin keinen Antheil genommen und mißbilligte im Stillen den heftigen revolutionären Gang der Dinge, ſo eifrig er auch ſonſt der Sache ſeines Glaubens und Vaterlandes ergeben war. Graf Ottokar von Czernin, der die naͤmliche Anſicht theilte, hatte ſich ebenfalls nach einer ſeiner Beſitzungen in
dieſer Gegend gewendet, von wo aus er den Freiherrn und ſeine ſchoͤnen Toͤchter oft beſuchte.
Vergebens aber beſtrebte ſich Ottokar, die reizende Ludmilla für ſich zu gewinnen, die ihrem Carpezan


