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Der Obrist von Carpezan / von Ernst von Brunnow
Entstehung
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Reſultat verſprachen. Vergebens erbot er ſich im Namen ſeiner Regierung zur Erſtattung der Aus⸗ ruͤſtungskoſten des Mannsfeldiſchen Heerhaufens und flehte um Ueberlaſſung deſſelben fur das hartbedrängte Boͤhmen; der Vertrag mit Savohen mußte gehalten werden. Da traf plotzlich die Nachricht ein, daß der Serzog des deutſchen Hilfscorps nicht mehr beduͤrfe und es zur freien Verfuͤgung der Union ſtelle. Carpezan, vieſen Umſtand benutzend, erneuerte ſein dringendes Geſuch, das jetzt geneigtes Gehoͤr fand. Graf Mannsfeld erhielt den Befehl, unverzuͤglich nach Voͤhmen auf⸗ zubrechen.

Tretet in meinen Dienſt, Ritter Carpezan, ſprach der Feldherr zu jenem, den er längſt lieb ge⸗ wonnen hatte,ihr findet keine beſſere Gelegenheit, euerem Vaterlande zu nuͤtzen.

Es ſei, entgegnete Carpezan, doch nur ſo lange, als eure Erlaucht fuͤr Boͤhmen fechten. Auch muß ich mir bedingen, meine eigene Schaar zu fuͤhren, uͤber die mir volles Obriſtenrecht zuſteht.

Ihr ſollt vier Freifaͤhnlein Fußvolk als Obriſt befehligen, mit allen Rechten dieſes Amts.

Dann mach' ich mich anheiſchig, ſobald wir auf

voͤhmiſchem Grund und Boden ſind, das Corps auf 3