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eine oder andere Perſon am Sterben iſt, eine ge⸗ wiſſe heimliche Freude empfinden beim Gedanken an dieſes neue Kind, das ſie zu pflegen und zu ſchmücken bekommen.
Aber ein Grab iſt auf Gottland, das niemals von fremden Händen geſchmückt wird, und auf wel⸗ chem die Blumen nie verwelken, es mag nun Som⸗ mer oder Winter ſein. Es liegt auf einer von ſchönen Bäumen umgebenen Anhöhe mit der Aus⸗ ſicht auf das Meer und die Seite, wo die Sonne untergeht. Dort ſteht ein einfacher Pfeiler von gottländiſchem Marmor, und um ihn her ſchlingt ſich eine buſchige Hopfenranke, deren ſchöne Blätter liebkoſend die einfache Inſchrift zu umgeben ſchei⸗ nen, die in goldenen Lettern ganz kurz lautet:
„Dem beſten Vater.“
Dieſes Grabmal hat Roſa ihrem Vater errich⸗ tet, und dahin wandelt ſie oft an Abenden und bleibt Stunden lang ſitzen. Zuweilen nimmt ſie junge Perſonen und Kinder mit, die um das Vergnügen wetteifern mit ihr das Grab ſchmücken zu dürfen; aber am häufigſten iſt ſie allein da, allein mit ihren Erinnerungen und Zukunftsgedanken; ſie lauſcht dann dem Rauſchen der Haine und blickt auf das weite Meer hinaus, als ob Geiſterſtimmen von da zu ihr ſprächen.
Es war ein ſchönes Denkmal, das Roſa auf der Anhöhe ihrem Vater errichtet hatte. Ein noch ſchöneres wurde ihm in der Arbeit geſetzt, die ſie nach ſeinem Tod unter ſeinem Namen vollendete. Denn gleich jener Sabina von Steinbach, welche die ſchönſten Ornamente und Gebilde ihrer Kunſt in
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