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Nachleſe.
Wenn die Ernte des Feldes eingebracht iſt, en geht die Aehrenleſerin und ſammelt die übrig⸗ m gebliebenen Aehren, um daraus ſich und den Ihrigen
die eine und andere kleine Freude zu bereiten.
h⸗ Wie die Aehrenleſerin, ſo gehe auch ich jetzt l umher, um für mich und meine Leſer hier aufzu⸗ heben, was von den Perſonen unſerer Geſchichte noch zu ſagen iſt, und dieſe ſomit zu einem guten Ende ie zu führen.
ch Wir wollen deßhalb einen Blick in die Zukunft
werfen. le Auf Gottland herrſcht eine alte ſchöne Sitte der ck Unterhaltung der Gräber eine beſondere Aufmerk⸗ er 1 ſamkeit zu widmen. Jeden Samſtag Abend und e⸗ zuweilen auch an andern Wochentagen ſieht man auf ht die Friedhöfe um Gottlands Kirchen her Perſonen
kommen, welche die Gräber ihrer Geliebten mit
Blumen in geſchmackvollen Verſchlingungen und af Gruppirungen ſchmücken. Eltern, Kinder, Geſchwi⸗ 8 ſter, Freunde kommen und kleiden die Betten, wo
die ihnen theuren Weſen ruhen, in Schönheit. Und die Gräber, die keine liebende Hand mehr ſchmückt, werden gewöhnlich einer alten Frau anvertraut, welche ſie vom Unkraut zu reinigen und jeden Samſtag Abend in Blumen wie in einen Feſtſchmuck zu kleiden hat, was ſie mit religiöſer Treue thut; denn die da Ruhenden ſind jetzt ihre Kinder und ihre Gräber ſind ihr Eigenthum. Auch geſchieht es, daß ſolche Grabmütter, wenn ſie erfahren, daß die


