Die ſanft und lieblich klingenden Accorde er⸗ tönten jetzt immer ſtärker, gingen in eine Sieges⸗ hymne über, und Roſa ſang:
„Tod, wo iſt Dein Stachel? Hölle, wo iſt
PDein Sieg? Aber Gott ſei Dank, der uns den Sieg verliehen hat durch unſern Herrn Jeſum Chriſtum!“
Als der Siegesgeſang und ſein jubelndes Nach⸗ ſpiel verklungen waren, wandte ſich Roſa ſchnell gegen ihren Vater um, denn es war ihr, als habe er ſie gerufen.
Jetzt ſaß er jedoch ſchweigend, den Kopf auf die Bruſt geneigt und unbeweglich da, als ob er noch lauſchte.
Roſa blieb lange ſtehen und betrachtete ſtille ihren Vater mit dem ſchönen verklärten Ausdruck in ſeinem Geſichte. Stille Thränen rannen über ihre Wangen, während es ihr immer klarer und ge⸗ wiſſer wurde, daß er ſchlief, um auf Erden nicht mehr zu erwachen..
Und ſo war es!
„Vater! geliebter Vater!“ flüſterte ſie,„ſchlaf
in Frieden nach Deinem Arbeitstag. Mein ganzes Leben ſoll von Deiner und meiner Liebe zeugen!“
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