es will.
237
Wir haben noch viel mit einander zu ſprechen und zu wirken in dem andern Licht, wo die abgenützten Werkzeuge erneuert, die entſchlum⸗ merten Kräfte friſch belebt und geſtärkt werden. wo Das was in der Schwachheit geſäet war in Herrlichkeit auferſtehen wird, denn ſo hat Er ver⸗ ſprochen, der die Auferſtehung und das Leben iſt, Er der vorangegangen!.. Dort werden wir fortſetzen, was wir hier begonnen haben!... Hier mußt Du noch einige Zeit unſere Arbeit allein fortſetzen... Gott ſegne Dich und ſie zum Nutzen Vieler! Und jetzt... wird es mir ſchwer zu athmen!... LOeffne das Fenſter ein wenig!.
Ach wie gut!... Die friſche freie Luft!.. Bild vom Wehen des Gottesgeiſtes!... Wie die Haine rauſchen... wie die Syringen duften.. wie mild und hell die Nacht iſt!... Mir ſcheint als ſähe ich ihr Licht!... oder iſt es ein höheres?
Es iſt mir jetzt ſo wohl... ſo wohl... ich habe lange nicht ſo leicht geathmet!... Gott iſt die Liebe. der Himmel ſein Leben.. Ich glaube es zu ahnen, ich fühle es jetzt!... Singe, ſinge, meine Tochter, mein Augentroſt, ſinge was ich ahne, was ich fühle. ich habe keine Worte dafür.“
Roſa ſetzte ſich an ihr Philharmonium und ſpielt und ſang mit ſanften Tönen.
„Was kein Auge geſehen, kein Ohr gehört hat und was in keines Menſchen Herzen aufgeſtiegen iſt⸗ das hat Gott Denjenigen bereitet, ſo ihn ieben.“


