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die Nähe deſſelben.„Dieß iſt,“ ſagte der Lector, „ein Bruder Deſſen der bald kommen wird.“
Eines Nachts— es iſt jetzt wieder Hochſommer und juſt die Nachtzeit, wo Abendröthe und Morgen⸗ röthe zuſammentreffen und einander gleichſam um⸗ armen an Schwedens Himmel, wo die eine Klar⸗ heit nur vor der andern weicht— hörte Roſa ihren Vater mit ungewöhnlich ſtarker Stimme ihren Namen rufen. Sie hatte ſich kaum erſt auf ihr Bett gelegt und ſtand bald an ſeinem Lehnſtuhl— denn ſeit langer Zeit konnte der Lector nicht mehr liegen, weil er dann Erſtickungsanfälle bekam. Beim Scheine der Abendröthe ſah Roſa ihren Vater aufrecht ſitzen, ſehr bleich, aber mit jenem homeriſch ſtrahlenden Blick, der, obſchon gegen Außen verdunkelt, höher und tiefer zu ſehen ſcheint als die Blicke anderer Sterblichen.
Komm und küß mich, meine Tochter,“ ſagte er.
Sie that es.
„Meiner Augen Licht, mein Augentroſt,“ fuhr er mit zitternder Stimme fort,„es ſcheint mir bloß eine kurze Weile zu ſein, ſeit ich Dich am Morgen⸗ Deiner Geburt zum erſten Mal küßte, und Dein Athem iſt friſch und rein wie damals!— Dank und Segen, mein Kind, für alle Freude, die Du mir im Leben geſchenkt haſt! Du haſt alle meine Hoffnungen erfüllt— nein, Du haſt noch weit mehr gethan. Durch Dich iſt mein Alter ſchöner gewor⸗ den als meine Jugend. Ich bin nie ſo glücklich geweſen wie in dieſer letzten Zeit. Jetzt.. gehe ich dahin.. Wir müſſen uns trennen für eine kurze Zeit. Du wirſt nachfolgen, wann der Herr
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