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darin lebt und Alles neu macht, zu Tage fördern. Und unſer gemeinſchaftliches Werk wollen wir das alte und neue Leben nennen. Komm alſo, meine Tochter, meiner Augen Licht, und hilf mir bei der Arbeit für eine beſſere Zukunft; hilf mir auch den Fleck Erde, den wir bewohnen, etwas beſſer, etwas glücklicher, des Gottesreiches etwas würdiger zu machen.— Morgen fahren wir nach Oeſtervi hinaus. Deine ländliche Wohnung und Deiner Haine friſche Luft werden vollenden, was für Deine Geſundheit noch erforderlich iſt.“
Wie ein junger Krieger, welcher die Aufforderung ſeines Hauptmanns zur Fahne zu eilen vernimmt, ſo war es Roſa zu Muth, als ſie die kräftigen Worte ihres Vaters hörte. Krankheit, Schwäche, alte drückende Erinnerungen waren auf einmal ver⸗ ſchwunden oder verſchlungen von dem Leben und
der Zukunft, welche der Vater ihr eröffnete. Zum
zweiten Mal hatte er ihr das Leben gegeben.
Und als im Frieden des Abends die Lichter angezündet wurden und Roſa's alter Lehrer kam, um einer Sterbenden, wie er glaubte, das Nacht⸗ mahl zu reichen, da traten ihm in dem feſtlich her⸗ gerichteten Zimmer zwei Auferſtandene entgegen: der Vater und die Tochter.
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