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Vater und Tochter / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. von G. Fink
Entstehung
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wir wollen dafür leben. Das Alte iſt vergangen,

zur und ein neues Leben öffnet ſich für uns Beide. laß Auf alſo, mein Mädchen! Wir haben nicht Zeit end krank zu ſein. Wir haben viel mit einander zu ecke arbeiten und auszuführen. Du mußt mir zu einer das Arbeit helfen, welcher ich den Reſt meines Lebens und meiner Kräfte widmen will. Den erſten Ge⸗ rieß danken dazu erhielt ich von Dir, den Plan habe ich dem in dieſen letzten Monaten entworfen. Es fehlt in nigs unſerer Literatur an einer Brücke zwiſchen der heid⸗ Ich niſchen und chriſtlichen Philoſophie in Betreff der mir wichtigſten Fragen der Seele und des Lebens. Du Dieſe Brücke wollen wir ſchlagen, meine Tochter. icht Aber neue Studien und Vorarbeiten dazu erwarten jetzt uns. Wir müſſen die Kirchenväter gründlich mit eder einander ſtudiren, mein Kind. Wir müſſen dieſe gen. herrlichen Lehrer auf's Neue in die Studien unſerer . Jugend einführen, wo ſie jetzt ſo unverantwortlich zum vergeſſen ſind. Sie ſtehen als Fackelträger zwiſchen eele der alten und der neuen Zeit, und ſie ſchütteln ihre vill⸗ Fackeln ſo, daß die Flammen einen klaren Schein ge⸗ über beide werfen. Die Dichter und Denker des Eu⸗ Heidenthums ſprechen aus ihrem Mund, ebenſo die icht Apoſtel Chriſti, ſie beſizen die Gabe die Geiſter zur erde erkennen; die Ideale des neuen Lebens für die Du 6 höhere Verwandlung der Seelen und der Geſellſchaft und erfüllen ihre Gedanken und ihre Schriften; und dieſe herrlichen Lehrer läßt man bloß deßwegen un⸗ ge⸗ beachtet, weil es einige Mühe koſtet ihre Schätze aus ihrer Jahrhunderte alten Umhüllung hervorzu⸗ den ziehen. Aber wir wollen dieſe Arbeit nicht ſcheuen, und meine Tochter. Wir wollen das ewige Licht, das